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    tagesschau.de: VW-Dieselmotor EA 288 Neue Hinweise auf Abschalteinrichtungen

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    tagesschau.de: VW-Dieselmotor EA 288 Neue Hinweise auf Abschalteinrichtungen
    1. Dezember 2020

    tagesschau.de: VW-Dieselmotor EA 288 Neue Hinweise auf Abschalteinrichtungen

    Heute berichtet die Tagesschau unter folgendem Link (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/volkswagen-dieselskandal-abschaltvorrichtung-report-mainz-101.html) , dass weitere Hinweise auf verbaute Abschalteinrichtungen  in den Motortypen EA 288 bekannt geworden sind.

    Das spannende hierbei ist, dass durch Messungen ein Thermofenster nachgewiesen worden ist. Wir zeigen nachfolgend auf, wie geschickt, der VW-Konzern hier die Gerichte nach Meinung der Kanzlei Baier Depner auf eine Falsche Fährte führt.  Der VW Konzern trägt in Verfahren jedoch in der Regel wie folgt vor.

    Aufgrund des in den EA288-Fahrzeugen verbauten und sehr fortschrittlichen Abgasrückfüh-rungssystems (AGR-System) ist praktisch keine Fahrt denkbar, bei der das AGR-System in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur nicht aktiv ist. Denn eine Abgasrückführung findet in sämtlichen EA288-Fahrzeugen in einem Temperaturbereich von – 24°C bis + 70°C in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur statt.

    Die konkrete Bedatung des Thermofensters sieht bei dem streitgegenständlichen Fahrzeug wie folgt aus:

    • • Die Abgasrückführung ist in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur im streitgegen-ständlichen Fahrzeug im Bereich zwischen -24°C bis +70°C zu 100% aktiv.
    • • Oberhalb und unterhalb dieses Fensters, also kälter als -24° und wärmer als +70° Umgebungstemperatur, erfolgt in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur keine Ab-gasrückführung aus Motorschutzgründen und zum sicheren Betrieb des Fahrzeugs.
    • • Innerhalb des Fensters findet in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur keine kontinuierliche Abstufung, sogenannte Abrampung, statt. Dies bedeutet, dass die Ab-gasrückführung entweder zu 100 % aktiv oder inaktiv ist.

    Im Ergebnis ist die Abgasrückführung in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur bei prak-tisch allen Fahrten aktiv. Sie wird nur in absoluten Extremtemperaturen vollständig zum Motorschutz außer Kraft gesetzt, d.h. ist gar nicht mehr aktiv. Diese Temperaturzonen wird die Klagepartei – bei lebensnaher Betrachtung – mit ihrem streitgegenständlichen Fahrzeug jedoch nicht befahren.

    Nach diesem Vortrag denkt mann, dass das Fahrzeug ein Thermofenster hat, wo lediglich ausserhalb des Bereichs von -24 °C und + 70 °C der Motor die Abgase aus Motorschutzgesichtspunkten nicht ordnungsgemäß regelt.

    Die nun durch die Tagesschau durchgeführten Messungen zeigen jedoch das Gegenteil, dass nämlich gerade in dem Fenster eine Reduzierung der Abgasrückführung durchgeführt wird.

    Der Vortrag ist mithin daher genauer zu betrachten. Im ersten Absatz wird klargestellt:

    Denn eine Abgasrückführung findet in sämtlichen EA288-Fahrzeugen in einem Temperaturbereich von – 24°C bis + 70°C in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur statt.

    Mithin sagt Volkswagen, dass die Temperatur ausschlaggebend für die Abgasreinigung ist. Wie diese Abhängigkeit zur Temperatur aussieht, wird jedoch gerade nicht dargestellt.

    Im Zweiten Absatz wird folgendes ausgeführt:

    • Innerhalb des Fensters findet in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur keine kontinuierliche Abstufung, sogenannte Abrampung, statt.

    Hier sind trotz des Vortrages, entsprechende Abstufungen denkbar, die gerade nicht „kontinuierlich“ sind. Aufgrund dessen ist hier durch die Messungen schön aufgezeigt, dass der Vortrag zwar korrekt ist, die Gerichte durch die Formulierungen gerade auf eine falsche Fährte gelockt werden soll, nämlich, dass kein Thermofenster in dem Fahrzeug verbaut sein soll.

    Es wird spannend, wie Volkswagen sich zu den weiteren Enthüllungen von Report Mainz einlässt, und wie sich der Vorstandsvorsitzende in seinem Vertragspoker hier nochmals positionieren will. Zu seiner Aussage, möchten wir nachfolgend noch das entsprechende Video vom 12.09.2017 verlinken. Gleich zu beginn wurde die entsprechende Aussage gemacht:

    Der Ursprungsartikel der Tagesschau ist leider nur noch über die Wayback Maschine aufrufbar unter: https://web.archive.org/web/20200819081102/https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/vw-abgasskandal-157.html

    Wichtig ist hierbei, dass nicht behauptet wurde, dass lediglich die Euro 6-d Temp Modelle betroffen sind. Sondern die Modelle des Motors EA 288.

    Hier hat VW nun eine weitere Seite Online gestellt in der eine Medienkampagne gestartet wird, dass keine Klagen gegen VW eingereicht werden.

    (https://www.volkswagenag.com/de/group/Diesel/ea288.html)

    Hier wird ausgeführt:

    Unabhängig davon entschied sich die Volkswagen AG bereits im November 2015, die Fahrkurvenerkennung aus Fahrzeugen zu entfernen bzw. sie nicht mehr zu verbauen; diese Entscheidung wurde in verpflichtenden intern Applikationsrichtlinien EA288 festgeschrieben, die ebenfalls dem KBA Ende 2015 offengelegt wurden. Kein Fahrzeug mit dem Dieselmotor EA288 nach dem heute gültigen Abgasstandard EU6d temp enthält mehr eine Fahrkurvenerkennung.

    Hier stellt man sich sofort die Frage, ob die Aussage auf der Homepage und des Vorsitzenden Diess im Umkehrschluss bedeutet, dass alle Fahrzeuge des EA 288 welche nicht der Euro Norm 6 d-temp unterfallen Abschalteinrichtungen benutzen. Die Euro 6 d -Temp Norm wurde erst am 1. Sept. 2017 eingeführt. Nach Ansicht der Kanzlei Baier Depner Rechtsanwälte hätten die Personen die ein Fahrzeug mit einer Erstzulassung vor dem 01.09.2017 mithin die Möglichkeit Schadensersatz zu fordern.

    Das spannende war, dass der VW-Vorstand schon zwei Tage später nämlich am 14.09.2019 wiederum bei Mybrit Illner zugegen war. Hier möchten wir den interessieren Lesern ebenfalls nachfolgend die Show nochmals verlinken:

    In Allgemein, EA 288, Motortypen Volkswagen, Volkswagen
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